Varianten Belegtmeldung

Märklin C- und K-Gleise sind für Schienentrennung (Kontaktschienen) vorgesehen. Auch Mittelleitertrennung wäre möglich, ist aber nicht unbedingt dazu gebaut und vorgesehen. Eine lückenlose Belegtmeldung ist ohne grossen Aufwand nur per Mittelleiter-Trennung, deshalb nur mit M-Gleis sinnvoll.

Das M-Gleis

war und ist laut Märklin ebenfalls für die Schienen-Trennung vorgesehen, Belegtmeldung ist aber genauso per Mittelleiter-Trennung möglich, dies jedoch mit massiv weniger Aufwand. Das Schema dieser Variante oder eine Empfehlung fehlt aber bis heute. Meine Vermutung: weil es kein Märklin Zubehör dazu brauchtViele Modellbahner haben sich mit diesem sehr arbeits- oder letzlich auch kostenintensiven Kontaktschienen-System beholfen. Das Ganze wird als die Lösung verkauft und ist dadurch auch weitverbreitet. Bei symmetrischer Digitalspannung, also ohne eigentliche Masse, zB mit einem Tams Booster B-3 ist es der Digitalspannung egal, ob sie von Schiene zu Mittelleiter oder umgekehrt fliesst, Hauptsache überall gleich.

M-Gleis

als es auf den Markt kam, war noch keine Rede von Digital. Die Konstruktion ist einfach, elektrisch symmetrisch, übersichtlich und schreit nach Digitalbetrieb.

M-Gleis

braucht für Belegtabschnitte weder teures Zubehör noch Bausteine oder Geräte.

M-Gleis

bietet sich durch seine elektrische Einfachheit als simples Vorzeige-System an.

M-Gleis

braucht lediglich Mittelleiter-Trennung, keine Aenderung der Gleise.

M-Gleis

mit Belegtmeldung per Mittelleiter-Trennung!

Nichts ist einfacher, günstiger und schneller!

Da der Originalzustand des M-Gleises unverändert bleibt, wird auch klar, dass bei Belegtmeldung per Mittelleiter-Trennung die Aussenschienen als ein gemeinsamer Pol geführt wird.

Also wird auch gleichzeitig für optimalen Kontakt der Loks über Schleifer und beidseitig über die Achsen gesorgt. Es braucht also auch keinen Diodentrick, wie er für Systeme mit einseitiger Schienenmasse empfohlen wird.

Schema für Belegtmeldung

Ein einfaches Anschluss-Schema für Mittelleiter-Trennung und den Anschluss an die Belegtmelder gibt es zB bei Tams Belegtmeldern S88-5 in der Bedienungsanleitung.

Alle Abschnitte

für die Belegtmeldung brauchen einen eigenen Mittelleiter-Anschluss und einen am Schienenkörper. Auch wenn noch keine Belegtmeldung eingerichtet wird, kann mithilfe der Unterteilung von Strecken in einzelne Abschnitte bereits eine Vielzahl von Stromzuführungen realisiert werden, welche einer Ringleitung (auch sternförmig) gleichkommen. Mittelleiter- und Schienenmasse-Anschlüsse werden ohne Belegtmeldung gruppenweise oder nach Booster-Sektor zusammengeführt.

Wird die Belegtmeldung später doch realisiert, entfällt die sternförmige Ringleitung sowieso. Die einzelnen Abschnitte erhalten dann die Spannung auf den Mittelleiter über den Belegtmelder. Die Schienenmasse-Anschlüsse bleiben gruppenweise verbunden.

Trennungen

zwischen den Belegtabschnitten werden die Mittelleiterlaschen gegeneinander entweder zuverlässig isoliert oder eine der beiden Laschen geknickt/abgebrochen. Der eigentliche Anschluss erfolgt mit Vorteil immer etwa in der Mitte des betreffenden Abschnitts. Damit ergibt sich der kleinste Spannungsverlust.

Magnet-Weichen

erhalten einen eigenen Mittelleiteranschluss (nur bei Belegtmeldung total). Damit ist jeder cm Gleis überwacht. Die Schienenmasse kann vernachlässigt werden, da jede Weiche oder Kreuzungsweiche von mehreren Seiten über die Schienenverbinder Masse-Kontakt zu den angrenzenden Meldeabschnitten haben. Die Weichenlaternen sollten so oder so durch LED,s ersetzt werden und einen eigenen Lichtstrom-Anschluss bekommen. Versorgt über Digitalstrom würden diese mit ihrem noch so geringen Stromverbrauch eine Belegtmeldung auslösen. Alle Mittelleiterlaschen müssen bei Weichen und Kreuzungen gut isoliert oder abgeknickt werden.