Märklin-Gleis

1935

Metallgleis mit Vollprofil und durchgehendem Mittelleiter.

1952

neu mit Hohlprofil und durchgehendem Mittelleiter.

1956

Hohlprofil und Mittelleiter mit Punktkontakten.

Die Produktion wurde Ende der 1980-er Jahre abgelöst durch modernere Gleissysteme, das Alpha- oder C-Gleis mit Kunststoff-Bettung und das K-Gleis mit Kunststoff-Schwellen und

ab 2000 erweitert durch Flexgleise.

Beide sind gegenüber dem M-Gleis zwar realistischer von der Optik, doch elektrisch eindeutig aufwendiger konstruiert, aber auch etwas empfindlich gegen Beschädigungen durch unsachgemässe Handhabung. Wer nicht mit dem M-Gleis aufgewachsen ist, erkennt auch kaum die Vorteile des Klassikers. Wenn ich nur schon an die feinen Kupfer-Kontakte beim K-Gleis denke und auch bei den Flexgleisen wird eine mechanisch saubere und elektrisch einwandfreie Kontakt- und Schienenverbindung mit speziellem Zubehör oft zur Glücksache. Die K-Gleise, aber auch die C-Gleise sind für Schalt- und Belegtmeldung konstruiert und vorgesehen, für die es eine Trennung einer der beiden Aussenschienen benötigt. Die Gleisverbindung durch 4 Kontaktübergänge und 2 mechanische Klemmvorrichtungen ist für Nichttechniker etwas unübersichtlich. Wer die Belegtmeldung mit M-Gleis per Mittelleitertrennung kennt, ist in diesem Bereich ganz klar im Vorteil.

M-Gleis und Belegtmeldung

einfacher und günstiger geht nicht

Zuverlässig, wenn...

die Schienen für eine feste und geplante Modellbahn ordentlich kontrolliert und gewartet werden, vorallem Weichen und Kreuzungen auf mechanische und elektrische Mängel.

Auch leicht beschädigte oder verformte Weichenzungen entscheiden manchmal über Ablenkung oder Entgleisung. Pukos der Weichen dürfen nicht zu hoch über die Schienen ragen, da sonst gewisse Loks mit dem Schleifer angehoben werden.

Nicht immer ist eine Weiche schuld an der Entgleisung oder am Kurzschluss einer Lok, es kann genauso am Schleifer, der Schleifer-Befestigung oder -Schraube liegen. Die Schienen selber, aber auch die Mittelleiter-Kontaktlaschen und die Schienenverbinder sollten nicht verbogen oder beschädigt sein. Rost oder sonstige Ablagerungen müssen vorgängig entfernt werden.

Viele Reinigungsmethoden, keine oder jedeist die richtige.

Für ältere Märklin-Modelle sehe ich am wenigsten Probleme, da diese eine robustere, aber meist auch flexiblere Konstruktion der Drehgestelle mitbringen.

Es liegt also nicht unbedingt am M-Gleis, wenn eine Lok entgleist, sondern vielleicht auch am Fahrzeug oder dessen Marke. Gleichstrom-Marken bieten ebenfalls Wechselstrom-Modelle an, bei welchen auch reine Wechselstrom-Achsen montiert sind.

Aeltere, lange Personenwagen von Märklin sind zuverlässig, denn sie haben zwischen den Achsen der Drehgestelle, beidseitig eine separate Wippe aus Metall, welche Gleisunebenheiten locker ausgleichen. Neuere Modelle, auch AC-Modelle anderer Marken, haben zT zu wenig Spiel oder Höhentoleranz dafür und sind deshalb bei schlechter Gleisverlegung gefährdet.

Vorteil M-Gleis

Mittelleiter-Trennung gegenüber Kontaktschienen:

- Normale, beidseitige Verbindung zur Schienenmasse, zuverlässiger, maximaler Kontakt

- Vollständige, lückenlose Belegtanzeige und damit Fahren und Rangieren ohne Sichtkontakt möglich

- Kein Diodentrick nötig (Hilfe gegen Kontaktprobleme bei Belegtmeldung mit Kontaktgleisen)

- Garantiert weniger Aufwand bei der Verkabelung

- Keine vollständige Trennung der Boosterabschnitte nötig

- Keine Fehlerströme beim Ueberfahren von Booster-Trennstellen bei richtiger Planung und Boosterwahl

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