Booster

Mehrere kleine oder ein grosser Booster?

Ich meinte es gut und sah für meine Anlage mit ca 200m Schienen 4 baugleiche 2,5A Booster B-3 von Tams vor, hatte mir aber auch schon Gedanken über andere Lösungen gemacht, da in verschiedenen Foren immer wieder die richtige Trennung der Booster-Bereiche empfohlen wurde. Sogar Schienentrennungen komplett (also beidseitig) oder auch Trennwippen, auf denen die Schleifer beim Ueberfahren auf die eine oder andere Seite wippen.

Es geht aber genausogut

ein grösserer Booster mit 6-9A Leistung,

welcher mit einem Power-Splitter zB von Tams kombiniert wird. Diese Variante verhindert natürlich endgültig und sicher irgendwelche Fehler- oder Ausgleichsströme, die beim Ueberfahren der Trennstellen verschiedener Boosterbereiche entstehen können.

Ueber diesen Power-Splitter kann für 3 Bereiche die Leistungsgrenze definiert werden. Damit wird verhindert, dass bei Kurzschlüssen die volle Ampere-Zahl wirkt und ernsthaften Schaden an Gleisen oder Fahrzeugen verursacht. Jeder dieser 3 Bereiche meldet bei Kurzschluss an Zentrale und Software. Der Anlagenbetrieb wird eingefroren und kann nach Beseitigung des Kurzschlusses wieder aufgenommen werden.

Trotz vielen widersprüchlichen Empfehlungen im Internet hat mein "Alpenkeller" seit Jahren

4 baugleiche B-3 Booster von Tams

ohne Probleme und ohne speziellle Trennung der einzelnen Booster-Bereiche.

Bei Kurzschluss, egal in welchem Booster-Bereich schaltet die Zentrale - und somit auch die Software - auf »Einfrieren«, dh der Betrieb wird unterbrochen, alle Booster sofort abgeschaltet. Nach Beseitigung des Kurzschlusses geht der Betrieb nach erneutem Start der Software beim letzten Zustand weiter.

Siehe auch unter Kurzschlusssuche

Meldende Fahrzeuge

Anders als bei Belegtmeldung über Masse

bei Belegtmeldung per Mittelleiter-Trennung melden sich bei meiner Modellbahn alle Fahrzeuge mit einem Schleifer. Also wird jedem Zug neben einer Lok auch ein Schlusswagen mit Schleifer und Schlusslicht oder zB für Pendelbetrieb ein Steuerwagen mit Schleifer (zugleich Strom für Zugbeleuchtung) zugeteilt. Damit wird auch verhindert, dass ein oder mehrere Wagen unbemerkt verloren gehen.

Steuerwagen

Da viele Steuerwagen den Schleifer nicht unter dem Führerstand haben, muss dieser nach Möglichkeit nach vorne gewechselt werden. Dadurch wird ein einfahrender Steuerwagen möglichst früh in einem Meldeabschnitt registriert. Damit der Steuerwagen nicht wegen des Schleiferdrucks unnötig entgleist, wird er durch selbstklebende Autofelgen-Gewichte (à5g) etwas beschwert. Zusätzlich verpasse ich auch gleich einen Funktionsdecoder (mit Pufferkondensator), welcher die Beleuchtung über ein Mini-Relais auf die eigene Wagenbeleuchtung und zugleich auf die el. Kupplung für den Rest des Zuges schaltet.

Loks

haben in der Regel einen Schleifer, welcher mit Vorteil an der Lokvorderseite ist. Vorteil für die Belegtmeldung per Mittelleiter-Trennung. Die Distanz von den Puffern der Lok aber auch dem Schlusswagen bis zu deren Schleifern wird später in der Software registriert und für einen genauen Halt berücksichtigt. Jeder meiner Züge meldet vorne und hinten belegt.

Kurze Triebzüge

welche im Mittelteil oder in der Nähe der Mitte nur einen Schleifer haben, melden die Belegung natürlich etwas später als zB die vordersten Achsen auf einem Kontaktgleis. Dieser Distanzunterschied wird in der Software hinterlegt und berücksichtigt, für einen punktgenauen Halt. Da alle Loks und Wagen verschiedene Distanzen zwischen Puffern und Schleifer haben, müssen die Haltebereiche in den Blöcken midestens den Fahrzeugen mit der grössten Distanz entsprechen.

Lange Triebzüge

hingegen haben in der Regel 2 Schleifer an den Enden. Meistens haben die Fahrzeuge eine sogenannte Schleiferumschaltung, welche verhindert, dass beide Schleifer verschiedene Blöcke verbinden. Das hingegen verhindert eine beidseitige Belegtmeldung. Eigentlich funktioniert die Belegtmeldung bei meiner Software auch über die eingegebene Länge der Züge. Doch ich möchte sicherheitshalber immer pro Zug 2 meldende Schleifer, vorne und hinten. Also habe ich entweder die Schleiferumschaltung überbrückt oder beide Schleifer mit einem berechneten Widerstand versehen, welcher so oder so einen minimalen Strom fliessen lässt. Es genügen ca 10mA und schon melden beide Schleifer jederzeit eine Belegung.

Blinkende Schlusswagen

mit Funktionsdecoder und blinkendem Schlusslicht lassen auch zeitweise die Belegtanzeige verückt spielen. Dh es fliesst zwar genug Strom, um eine Belegtmeldung auszulösen, aber nur während der Leuchtphase des Schlusslichts. Um das zu verhindern, muss zusätzlich ein berechneter Widerstand parallel zu den beiden Decoderanschlüssen eingelötet werden, damit etwas mehr Strom fliesst. Der Ruhestrom des Funktionsdecoders genügt anscheinend nicht immer, um eine dauernde Belegtmeldung auszulösen.

Das betrifft Funktions- oder Lok-Decoder, welche belegt melden müssen, aber zu wenig Ruhestrom beziehen, um eine dauernde Belegtmeldung auszulösen (ca 10 mA). Steht eine Lok oder ein Schlusswagen ohne eingeschaltete Funktion auf dem Gleis, sind sie trotzdem genauso wichtig für eine zuverlässige Belegtmeldung.