Geländebau
Variante 1. Relief/Styropor
Eigentlich hatte ich vorgesehen, meine Landschaft, Berge, Felsen in Form zu schmelzen. Mit anderen Worten das Ganze in Stufen wie ein Relief aufzubauen. Schicht für Schicht mit dünnen, aber auch grossen, dicken Styroporplatten und anschliessend mit Schmelzschneider-Werkzeugen in Form zu bringen. Von früheren Versuchen weiss ich, dass es möglich ist, die mit dem Schmelzschneider zugeschnittenen Formen mit einem kleinen Gasbrenner zusätzlich leicht anzuschmelzen. Das ergibt eine grobe, ungleichmässige, aber natürlich wirkende Oberfläche, welche auch bei Felsen einen guten Eindruck macht. Fazit: allein zuhause und keine so empfindliche Nase, dann mag es funktionieren...
Heute weiss ich, dass zwar all das mit Styropor möglich ist, nur nicht geruchlos. Uebung abgebrochen, so ziemlich der ganze Haushalt nahm innert Kürze den beissenden Geruch auf. Also zurück auf 1
Variante 2: Hasengitter/Gips
Gittergeflecht ab Rolle zuschneiden, biegen, einschneiden, formen, mit Kabelbindern, Bostich, Agraffen-/Nagelpistole oder Heissleim an Trassen, Landschaftsrippen und Stützen befestigen. Anschliessend Gipsstoffbinden ab Rolle überziehen usw.
Variante 3: Hasengitter/Bauschaum
Erste Versuche waren positiv, auch wenn anfangs etwas zuviel Schaum durch das grobmaschige Hasengitter durchquoll. Nach der Schaumtrocknung konnte alles Ueberflüssige per Messer oder sogar von Hand entfernt werden. Nachträgliche Aussparungen/Korrekturen für späteren Zugriff zu den Gleisen erfolgten per Messer, aber das Gittergeflecht natürlich nur mit Schneidzange. Es waren meine ersten Versuche auf diese Art. Was später erfolgte: Beim ersten Versuch, eine Entgleisung, ein Griff durch eine solche Bauschaum-Oeffnung… und schon hatte ich meinen Arm an den scharfkanntigen, versteckten Hasendrähten blutig geritzt!
Variante 4: Teppichknüpfmatte/Bau- oder Montageschaum
Durch Zufall hatte ich bald darauf in einem Bastelshop eine ziemlich engmaschige und etwas steife Teppichknüpfmatte in der Hand und wusste, dass das etwas werden könnte. Schon nach dem ersten Versuch war ich begeistert und erleichtert.
Wichtig ist, dass man ein paar Versuche macht mit verschiedenem Bauschaum, auch mit dem billigsten, um die unterschiedlichen Eigenheiten kennen zu lernen. Konsistenz, Aufsprühen, nachträgliche Ausdehnung, Trockenzeit, Endfestigkeit, Bearbeitung, Oberflächenbehandlung (Gips, Farbe, Begrasung usw). Es ist möglich, grössere Flächen zu überspannen und schäumen, aber auch ganze Berge (Rohform) mit Besenstiel oder Stützen drunter, aussen einschneiden, die Einschnitte mit Kabelbindern zusammenklammern und erst mal dick schäumen. Nach Trocknung und Ausdehnung Gebirge grob in Form schäumen und nach Trocknung nachbearbeiten (von Hand, mit Cutter, Brotmesser, Schmelzschneider) und übergipsen oder -malen, begrasen, bepflanzen usw.
Vorteile Variante 4
- Zuschneiden der Matten mit einer normalen Schere oder mit Teppichmesser
- Auch grössere Flächen oder ganze Berge (bis ca. 1 m2) können so mit Matten geschäumt werden.
- Gewebe ist engmaschig, dadurch quillt praktisch kein Schaum durch, hält aber ebenfalls zuverlässig
- Gewebe ist flexibler, lässt sich leichter formen, wird aber mit ausgetrocknetem Schaum genauso stabil
- Nachträgliche Einschnitte durch Schaum und Gewebe einfach mit Messer
- Keine Verletzungen durch gefährliche, versteckte Drahtspitzen
- Mein Favorit war also geboren und bewährte sich bis zum Schluss des Landschaftsprojekts.
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